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Feuilleton

Neue Dissertationen

Frische Leistungen von Doktoranden aus deutschen Landen

Der tiefe Fall eines Bayreuther Doktors der Rechte hat der "Konfirmation des Geistes" im vergangenen Jahr einen schweren Rufschaden zugefügt. Weitere wissenschaftliche Minderleister, vor allem aus der Politik, beschädigen den Doktorgrad weiter. Daher soll von neuen und seriösen Arbeiten berichtet werden: ein wenig Wiedergutmachung. Eine Sammelrezension von Martin Rath. mehr

Heinisch spitzt die Feder

Vorauseilende Doktoren

Ein Run auf die Hochschulen, diesmal aber ganz anderer Art: So manche Doktoren, die eigentlich keine sein dürften, können ihren Titel nicht schnell genug loswerden. Vielleicht ja bald sogar die Bundesbildungsministerin? mehr

US-Krimivorbilder

Sagen Sie jetzt nichts

Deutsche Verteidiger und Staatsanwälte sind beeindruckend mobil – wenn wir Gerichtsserien Glauben schenken dürfen. Unentwegt turnen sie durch die Gänge und entflammen die Herzen der Zuschauer mit geschliffenen Reden. Dabei bleibt man in hiesigen Gerichtssälen meist auf seinem Platz sitzen. Wie amerikanische Importe à la Boston Legal das heimische Fernsehen und unsere Wahrnehmung prägen. mehr

Literarische Leistung des Bundesverwaltungsgerichts

Doppelnatur des Kleingärtners und zweierlei Normtreue

1952 erließ der Bundestag das Gesetz zur Gründung des Bundesverwaltungsgerichts in Berlin, das im Folgejahr seinen Betrieb aufnahm. Während die ersten Bände mit den Entscheidungen des Bundesgerichtshofs jener Jahre ein opulentes Bild von Meineid, Sex und Moral bieten, zeichnet "BVerwGE 1" ein kühleres, aber kaum weniger spannendes Bild Zeitgeschichte. Nachskizziert von Martin Rath. mehr

Grundrecht auf Mobilität

Was Karlsruhe nie auf die Straße ließ

Um die Entdeckung neuer Grundrechte macht sich im Allgemeinen nur das Bundesverfassungsgericht verdient. Man denke an die "informationelle Selbstbestimmung". Vor zwanzig Jahren wurde auf professoraler Basis ein "Grundrecht auf Mobilität" entwickelt. Sein Prototyp steht seither in der Garage. Durch ein Kapitel Automobilrechtsgeschichte rast Martin Rath. mehr

Stilfragen vor Gericht

Kleider machen Leute

Nicht nur beim Bewerbungsgespräch und beim Discobesuch, auch vor Gericht stellt sich die bange Frage: "Was soll ich bloß anziehen?" Wo die Grenze zwischen leger und anstößig verläuft und wie sie sich über die Jahrzehnte hinweg verschoben hat, zeigt Constantin Baron van Lijnden. mehr

Die verrücktesten Klagen der Welt

75 Millionen $ für zu heißen Kaffee

Ob "Schweini"-Wurst, verschütteter McDonalds-Kaffee oder die Koteletten von Elvis: Nichts ist absurd genug, als dass die Gerichte dieser Welt sich nicht damit beschäftigen müssen. Die Anlässe für kuriose Klagen hat Axel Fröhlich jetzt in einem Buch zusammengetragen. Constantin Körner erklärte er, warum es in Mississippi keine Ärzte mehr gibt und wie Mr. Jack Ass seinen guten Namen verteidigt. mehr

Rechtsgeschichten

Der letzte Scheiterhaufen des alten Fritz

Nach dem Darwin-, Einstein- und Kleist-Jahr hat das Friedrich-der-Große-Jubiläum selbst manischen Mediennutzern bislang kaum Nerven gekostet. Das lässt sich mit einem juristischen Großereignis aus dem letzten Lebensjahr des Monarchen ändern: Zwei Tage vor dem Tod des Königs wurde in Berlin eine Hinrichtung mittels Scheiterhaufen vollzogen. Mehr als eine Gruselgeschichte von Martin Rath. mehr

Wo Juristen bloß stören

Die Guten im Krimi sind immer die Polizisten

Sie sind weltfremd, halbseiden, korrupt und feige. Am besten alles zusammen: Juristen haben einen miserablen Ruf – zumindest im deutschen Fernsehkrimi. Doch während die Drehbücher Staatsanwälten und Strafverteidigern die undankbare Rolle der Steinchen im Getriebe zuweisen, erstrahlt eine Berufsgruppe in hellem Glanz: die Polizisten. mehr

Zum 45. Todestag von Konrad Adenauer

Als der Alte noch der Toni war

Den Deutschen ist er als der "Alte" in Erinnerung geblieben. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Konrad Adenauer als erster Bundeskanzler zum "Architekten der Bundesrepublik". Vor seiner politischen Laufbahn strebte er allerdings eine ganz andere Karriere an und studierte Jura in Freiburg, München und Bonn. Die juristische Expertise sollte ihm auf dem Weg ins Kanzleramt noch nützlich sein. mehr

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